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| Next
Generation
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| Der Einsatz von Wasserstoff im PKW-Verbrennungsmotor ist Realität, das Zukunftsszenario der Energiewirtschaft deutlicher als je zuvor. |
| (Alles eine Frage des Wirkungsgrades) |
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Wasserstoff
kann technologisch gesehen jederzeit, aus unterschiedlichen Quellen und
in hinreichend großer Menge produziert werden. Die Tatsache, dass
Wasserstoff auch über den Weg der Spaltung von Wasser mittels elektrischem
Strom gewonnen werden kann, verleiht ihm als Energieträger einen
gewissen Sexappeal. Denn Strom kann viele Väter haben, auch saubere,
erneuerbare Energiequellen wie Sonne, Wind und Biomasse. Die Automobilindustrie
als Motor der Wasserstoffwirtschaft? Weltweit
gibt es derzeit 62 Wasserstoff-Zapfsäulen. Sie stehen in Entwicklungsabteilungen,
in Firmengeländen und - in seltenen Fällen - an öffentlichen
Tankstellen. Die Wasserstoffwirtschaft kommt zaghaft, doch sie kommt.
Auch die Automobilindustrie ist auf den Trend aufgesprungen, auf Messen
wurden die ersten Fahrzeuge mit Wasserstoff-Verbrennungsmotoren gesichtet,
und mancherorts wird sogar mit der Idee der Brennstoffzelle geliebäugelt.
Christoph Huss, Leiter Wissenschafts- und Verkehrspolitik der BMW Group:
"Wasserstoff wird als Kraftstoff Benzin und Diesel zunächst
ergänzen und langfristig ablösen. Denn regenerativ erzeugter
Wasserstoff macht uns unabhängig von fossilen Ressourcen und vermeidet
die Erzeugung des Treibhausgases CO2." Die Leistung von mit Wasserstoff
betriebenen Verbrennungsmotoren liegt über der heutzutage von Benzinmotoren
erreichbaren Werten, auch die Emissionen hat man im Griff, das erste serienmäßige
Wasserstoff-Benzin-Hybrid-Automobil scharrt in den Startlöchern (ein
BMW der 7er-Reihe, Modelljahr 2006 oder 2007), und auch von Seiten der
Energiebereitstellung sieht man keine Probleme. "Wir sind bereit",
sagt Dr. Walter Böhme, Leiter der Abteilung für Innovationsmanagement
der OMV. "Wir können jederzeit mit dem Ausbau des Wasserstoff-Tankstellennetzes
beginnen. Man braucht uns nur mehr zu sagen, wann wir anfangen sollen."
Das Wasserstoffzeitalter ist für eröffnet erklärt. Keine
neue Technologie ist ohne Hemmschuhe Die Zukunft
schon begonnen. Und der Hund liegt wie immer im Detail begraben. So attraktiv
Wasserstoff auf den ersten Blick als Energieträger auch scheinen
mag, es gibt durchaus Probleme mit dem wieder entdeckten Energieträger.
Sie liegen im Transport und in der Speicherung. Wasserstoff ist eine hochempfindliche
Substanz und in den Forschungsabteilungen der Automobilindustrie wird
mittlerweile vornehmlich an der Entwicklung geeigneter Speichersysteme
gearbeitet. Die Tanks müssen nicht nur den strengen Sicherheitsrichtlinien
für die Handhabung explosiver Gase entsprechen, sie müssen auch
den Aufprall eines Verkehrsunfall unbeschadet überstehen können.
Keine ganz leichte Aufgabe. Zudem gibt es erhebliche Verluste bei der
Lagerung des flüssigen Wasserstoffs, gar nicht zu reden vom Transport
über weitere Strecken. Der deutsche Umweltminister Jürgen Trittin
(Grüne) brachte es bei der IAA Mitte September auf den Punkt: "In
der nahen Zukunft ist es sinnvoller, regenerativ erzeugten Strom direkt
zu nutzen, anstatt ihn zur Herstellung von Wasserstoff einzusetzen."
Und weiter: "Ein massiver Einstieg in Wasserstoff-Fahrzeuge ist in
den kommenden 30 bis 40 Jahren umweltpolitisch nicht sinnvoll." Punktum.
Es gibt
immer auch noch eine andere Alternative Dr. Peter
Prenninger, Leiter der PKW-Forschung des Grazer Motorenentwicklers AVL
List GmbH, sieht die Situation mit den Augen des Technikers: "Für
jeden konventionellen und alternativen Energieträger muss geprüft
werden, wie hoch der Gesamtwirkungsgrad ist. Wirkungsgrade sind nun einmal
multiplikatorisch miteinander verknüpft, das wird leicht vergessen.
Wenn sich Wasserstoff in der Automobilindustrie als Energieträger
durchsetzen soll, muss die Effizienz der Systeme noch optimiert werden." Die Zeit
arbeitet für den Wasserstoff, keine Frage. Irgendwann werden fossile
Energiequellen rar und damit so teuer sein, sodass die Kosten-Nutzen-Rechnung
zugunsten des regenerativen Energieträger Wasserstoff entschieden
wird. Es ist allerdings gut möglich, dass zuvor noch andere Alternativen
wie Methan oder Methanol zum Zug kommen. Beide Produkte lassen sich sowohl
aus fossilen als auch aus regenerativen Energiequellen gewinnen, was in
Bezug auf die Technologieentwicklung kein Nachteil ist, und schon alleine
die Tatsache, dass sich durch den Einsatz von Methan in Verbrennungsmotoren
bedingt durch den im Vergleich zu konventionellen Treibstoffen deutlich
geringeren Kohlenstoffanteil die CO2-Emissionen um satte 20 Prozent verringern
lassen, ist ein schlagkräftiges Argument für sich. |
| Text: Karin Mairitsch |
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Letzte
Änderung am
Montag 3 November, 2003 8:59
von Webknecht.
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