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Die Wahrheit über den Schlüsselbeinbruch

Version C
 

Es war am letzten Tage der Menschheit.

Ich stand vollkommen neben mir. Gerade eben war ein Ufo gelandet, direkt vor meiner Haustüre, drei grüne Männchen waren ausgestiegen und hatten mir telepathisch mitgeteilt, dass sie nun die Herrschaft über die Erde übernehmen würden. Die mächtigen Laserpistolen in ihren klebrigen Händen signalisierten mir sehr deutlich, dass sie wild entschlossen waren und somit im Recht waren.

Sie nahmen meine Wohnung in Besitz, bemächtigten sich meiner privaten und geschäftlichen Unterlagen, zerfetzten meine Fotosammlung, löschten meine Email-Adressen, dematerialisierten mit einem Photonenstrahl meinen gerade erst abbezahlten Wagen und machten sich über den Inhalt des Kühlschranks her. Zuletzt wandten sie sich meinen Erdbeeren zu.

Wahrscheinlich war es unklug von mir Widerstand zu leisten. Aber bei Erdbeeren kenne ich kein Pardon. Ich hatte sie eigenhändig gepflückt, auf einer Wiese im südlichen Burgenland. Ich ersuchte die Eindringlinge, vom Verzehr der Erdbeeren Abstand zu nehmen ... schlagartig traf mich ein violetter Bitz hart auf der linken Schulter, er kam aus dem dritten Auge des Anführers. Den Untergang der Erde erlebte ich mit einem gebrochenen Schlüsselbein. Das war dann eigentlich auch schon egal.

 
Text: Karin Mairitsch
 
 
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Letzte Änderung am Mittwoch 24 August, 2005 12:03