Home - Geschichten - Die Wahrheit über den Schlüsselbeinbruch - Version B

 

Die Wahrheit über den Schlüsselbeinbruch

Version B
 

Es war an einem Freitag Nachmittag.

Ich stand am Wachauring und wartete auf den Startschuss. Unter mir dröhnte der Motor einer KTM 450 RR. Es war ein heißer Sommertag. Die Slicks würden vom Start weg ordentlich Grip haben. Endlich gab Martin grünes Licht und ich ordentlich Gas, fegte über die Rennstrecke, fühlte mich wie ein Held und hatte jede Menge Spaß. Was für ein Motorrad! Ready to race, ganz in echt.

Nach zehn Runden wurde ich abgewunken. Es war Zeit für einen Fahrzeugwechsel. Eigentlich wollte ich mir die 950 Supermoto krallen, aber auf der saß schon Rossi, also musste ich mich mit der 660er begnügen. Das Motorrad war wesentlich schwerer und unhandlicher als die 450er und hatte nicht mehr ganz frische Straßen-Supermoto-Reifen aufgezogen. Dennoch, nach einer Runde dachte ich mir, es geht schon, die Reifen werden schon halten.

Wahrscheinlich war Übermut mit im Spiel. In der Publikumskurve ging mir das Hinterrrad weg, das Motorrad fing sich wieder, rutschte weg, fing sich wieder ... und katapultierte mich in hohem Bogen auf die Straße. Ein klassischer Highsider. Beim Aufprall aus zwei Meter Höhe ging mein linker Querlenker kaputt, eigentlich kein Wunder.

 
Text: Karin Mairitsch
 
 
Back
 
Letzte Änderung am Mittwoch 24 August, 2005 11:59