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Die Wahrheit über den Schlüsselbeinbruch

Version A
 

Es war an einem Montag Morgen.

Ich stand unter der Dusche und ließ das heiße Wasser an meinem Körper herunterlaufen. Dick und schwer legte sich der Wasserdampf über das Badezimmer, einer weißen feuchten Wand gleich nahm er gnädig die Sicht auf die traurig grauen Fliesen des Hotelzimmers.

Das Wochenende war anstrengend gewesen. Vor allem der Samstag Abend hatte es in sich gehabt, die spontane Party endete erst im Morgengrauen. Ich erinnerte mich noch dunkel, dass der letzte Gast den Badezimmerteppich um die nackten Lenden gewickelt hatte, als er das Zimmer endgültig verließ.

Wahrscheinlich war ich noch nicht ganz fit. Als ich aus der Duschwanne stieg, rutschte ich auf den nackten nassen Fliesen aus, ruderte noch verzweifelt mit den Armen um mich abzustützen, fand aber keinen Halt und stürzte so unglücklich, dass ich mir dabei das linke Schlüsselbein brach.

 
Text: Karin Mairitsch
 
 
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Letzte Änderung am Mittwoch 24 August, 2005 10:18