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Ode an den Blues

von Alexander Leopold
 

Ungezähmt und unerbittlich
dringt der Blues in unsern Bauch.
Alle Sorgen, alle Zweifel
löst er auf in Schall und Rauch.

Sind die Chords auch manchmal deftig,
dünsten sie von Alkohol,
ist doch auch das Leben heftig
und verlangt nach Gegenpol.

Manchmal, wenn die Emotionen
überschreiten den Zenit,
hilft der Blues das Hirn zu schonen.
Seelenschmerz ersäuft im Beat.

Blues sei Dank für seine Riffe
die herausstehn aus dem Sumpf.
Ohne ihn wären wir Schiffe
nur aus Segel - ohne Rumpf.

 
(entstanden während der rosaroten Lesung mit Musik, das motorradtheologischen Hochamtes im G-Punkt,
Wien, am 8. Oktober 2005)
 
 
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Letzte Änderung am Dienstag 11 Oktober, 2005 16:37